Amtshilfe für die Bundeswehr – Moorbrand bei der WTD 91 in Meppen

Datum: 19. September 2018 
Alarmzeit: 08:00 Uhr 
Dauer: 97 Stunden 
Art: Brand  
Einsatzort: WTD 91, Meppen 
Mannschaftsstärke: 42 
Fahrzeuge: LF 8/6, TLF 8-W, MTF, MZF 


Einsatzbericht:

Bereits am Dienstag wurden wir darüber informiert, dass die Kreisfeuerwehrbereitschaft in Meppen durch ein Amtshilfegesuch der Bundeswehr benötigt wird. Zunächst sollten fünf Löschgruppenfahrzeuge aus dem Landkreis ausrücken, doch es kam alles anders als geplant. Gegen 22:45 Uhr wurde seitens der Polizeidirektion Osnabrück die komplette Bereitschaft angefordert. Noch in der Nacht traf sich die Ortsführung um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Am Mittwochmittag trafen sich dann 21 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Schüttorf, Isterberg und Ohne am Feuerwehrhaus in Schüttorf. Auch Samtgemeindebürgermeister Manfred Windhaus machte sich auf den Weg ins Feuerwehrhaus und war beeindruckt wie schnell man doch eine solche Anzahl an Einsatzkräften zusammen bekommt. Er bedankt sich ausdrücklich bei den Firmen und den Familien: „es sei nicht selbstverständlich den Arbeitnehmer/Partner für die nächsten 36 Stunden gehen zu lassen“. Nach kurzer Fahrzeugeinteilung machten wir uns dann auf den Weg zum Feuerwehrhaus nach Nordhorn.

Hier gab es noch ein paar Worte durch den Kreisbrandmeister und Bereitschaftsführer. Auch Erster Kreisrat Uwe Fietzek war beeindruckt über diese große Anzahl an Helfern, noch während er das Grußwort hielt, wurden wir telefonisch gebeten schnellstmöglich das Gelände der Bundeswehr anzufahren.

In Meppen angekommen trennte sich dann die Bereitschaft. Der Zug 2 (Wassertransport), in dem unser TLF8W zugehörig war, machte sich direkt auf dem Weg zur Einsatzleitung wo es eine Einweisung durch die Bundeswehr gab. Nach kurzer Einweisung wurden wir zu unserem Einsatzabschnitt geführt. Gemeinsam mit einem Tanklöschfahrzeug der Bundeswehr fuhren wir Ränder des Geländes ab und löschten dort Glutnester. Nachdem diese gelöscht waren bewässerten wir die Wegesränder um ein überschlagen der Flammen zu verhindern.

Unser LF8/6 wurde in die Kilometerlange Wasserversorgung eingebunden.

In der Nacht zu Donnerstag wurde der Zug 2 noch zu zwei Einsätzen gerufen.

Nach dem Frühstück ging es dann schon wieder weiter, diverse Einsatzstellen mussten am Wegesrand abgearbeitet werden. Hier zeigte sich mal wieder wie wichtig die Geländegängigkeit unserer Fahrzeuge ist. Mit der „Pump and Roll“ Funktion des TLFs – die Wasserabgabe während der Fahrt, konnten relativ schnell lange Einsatzstellen abgearbeitet werden.

Am Donnerstag war dann klar das die Bereitschaft um weiter 36 Stunden benötigt wird.

Freitagmorgens machten sich erneut 21 Kameradinnen und Kameraden der Samtgemeinde auf den Weg nach Meppen, um dort die erschöpften Kollegen abzulösen.

Freitag und Samstag bestand die Aufgabe des TLFs hauptsächlich darin, mit der Motorsäge Brandschneisen in den Wald zu schlagen.

Die Besatzung des LF betreute neben den Abrollbehälter-Wasser des Landkreises auch diverse Tragkraftspritzen in der Förderstrecke.

Da unser LF8 eine große Pumpe mit 1600 Litern Nennfördermenge pro Minute eingebaut hat, war dieser für längere Zeit in der Förderstrecke gebunden. Am Freitagabend jedoch wurde das LF ausgetauscht und war dann zuständig für das Betreiben der Düsenschläuche.

Nach 96 Stunden machten wir uns dann auf dem Weg zurück in die Grafschaft. Sonntagmorgens gegen 10 Uhr sind wir wieder in Schüttorf angekommen. Hier wurden die Fahrzeuge gereinigt und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

Ein ausdrücklicher Dank geht nochmal an die Arbeitgeber und Partner aller eingesetzten Einsatzkräfte.