Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehren 2017

In der Woche vom 24. bis zum 28. Juli 2017 fuhren die Jugendfeuerwehren der Grafschaft Bentheim auf ihr alle drei Jahre stattfindendes Zeltlager. Dieses Mal ging es auf den Zeltplatz der „Salesianer Don Bosco“, einer kirchlichen Jugendbildungsstätte in Calhorn, bei Quakenbrück. Auch die Jugendfeuerwehr der Stadt Schüttorf nahm an dem Zeltlager teil.

Was sich bereits eine Woche vorher ankündigte, bestätigte sich dann auch vor Ort. Bei strömendem Regen erreichten wir den Zeltplatz und begutachteten die Lage. Die ersten Zelte wurden bereits aufgebaut und man wartete vergeblich auf besseres Wetter. Letztendlich mussten die Kids und die Betreuer ihre Zelte bei starkem Regen aufbauen. Da der Platz nicht befahrbar war, mussten sämtliche Kisten, Taschen, Zelte, Gestänge usw. von der Straße zum Platz geschleppt werden. Nach knapp drei Stunden waren die drei Zelte der Jugendfeuerwehr Schüttorf aufgebaut. Der Platz war durchnässt und tiefe matschige Trampelpfade haben sich gebildet, somit war es fast unmöglich den Dreck nicht mit in die Zelte zu schleppen.

Nach einigen Telefonaten durch unseren Jugendfeuerwehrwart mit dem Ortsbrandmeister aus Schüttorf entschied man sich, Hilfe aus der Heimat zu organisieren. Denn der Regen wollte nicht aufhören und die Zelte standen immer unsicherer umringt von Wasser. Gegen Abend fuhr ein Fahrzeug mit Anhänger vor, beladen mit Kanthölzern und Bodenplatten für die Zelte der Schüttorfer Kids.  Kurzerhand wurden auf die Bodenplanen ein erhöhter Holzboden gelegt, somit blieben die Füße im Zelt trocken. Mit Kanthölzern wurde eine Wanne gebildet, um zu verhindern, dass Wasser in die Zelte läuft. Später sollte sich herausstellen, dass diese Maßnahme Früchte getragen hat.

Nach dem Aufbau hieß es erstmal warm Duschen und saubere Klamotten an. Gegen 18:30 Uhr wurde gemeinsam gegessen und wir ließen den Abend bei dem Spiel „Schlag die Kreisjugendfeuerwehrwartin und Stellvertreter“

Doch der Abend sollte nicht wie geplant im Feldbett enden. Während die Kinder in ihren Zelten bereits schliefen, begutachteten die Betreuer aus Schüttorf, Neuenhaus, Lage und Gildehaus die Situation auf unserer Seite des Platzes. Es hat nicht aufgehört zu regnen und zeitweise kamen unwetterartige Regenschauer auf uns nieder. Zwischen den Zelten haben sich bereits große Tümpel gebildet und drohten die Zelte zu erreichen. Kurzerhand entschied man sich Maßnahmen zu ergreifen und es wurden die Schaufeln und Spaten ausgepackt. Mitten in der Nacht wurden Löcher gegraben und Gräben in den Boden gezogen. Mithilfe einer Eimerkette wurde das gesammelte Wasser abgeschöpft und in einen nahegelegenen Teich transportiert. Gegen 4:30 Uhr waren die Zelte wieder in Sicherheit und das Wasser hat sich weitestgehend zurückgezogen. Dann konnten auch die Betreuer wieder in ihre Betten, wenn auch nicht lange, denn 7:30 Uhr wurde geweckt.

Der zweite Tag. Auch in der Nacht hat es nicht aufgehört zu regnen. Die Gräben und Löcher waren wieder voll Wasser. Der Platz matschig und es war unmöglich trockenen Fußes das Essenszelt oder die sanitären Anlagen zu erreichen. Wieder wurde das Wasser abgeschöpft. Aber in der Nacht hat man sich eine Tauchpumpe organisiert, diese wurde am Morgen in Betrieb genommen und pumpte den ganzen Tag Wasser vom Platz in den nahegelegenen Teich. Hier möchten wir uns ganz herzlich bei der Feuerwehr Quakenbrück bedanken, die uns noch in der Nacht die Tauchpumpe zur Verfügung gestellt hat!

Nach dem Frühstück ging es dann Gruppenweise in einen Kletterwald. Dort konnten sich die Kids und die Betreuer durch verschiedene Schwierigkeitsstufen durch den Wald hangeln, auch dies nicht ganz trocken.

Anschließend war die Zeit im Lager wieder zu freien Verfügung, langweilig wurde es dank den Wassermassen natürlich nicht.

Nach einem Gemeinsamen Abendessen kling der Tag bei einem gemeinsamen Spiel wieder aus.

Der dritte Tag. Es wurde ungewohnt hell am Morgen. Nach Verlassen der Zelte konnte man Sonne und blauen Himmel erahnen und es hat tatsächlich aufgehört zu regnen. Nach dem Frühstück fuhren wir zu einem Tagesausflug in den „Tier und Freizeitpark Thüle“. Neben den Tieren standen dort aber eher die Fahrgeschäfte bei den Kindern im Mittelpunkt. Gegen 16 Uhr verließen wir den Park und erreichten nach einer kleinen Einkaufstour in einem Supermarkt wieder unseren Zeltplatz.  Das Wasser zog sich langsam aber sicher vom Platz zurück. Mit Verschwinden des Wassers kam aber der Geruch und die Fliegen, hunderte Fliegen.

Der vierte Tag. Es blieb trocken. Nach dem Frühstück und einem Lagespiel ging es in ein Hallenbad nach Diepholz. Dort konnten sich die Kinder im warmen Wasser richtig austoben. Auch die Betreuer mussten beim toben herhalten und wurde von so manchem Kind kaum in Ruhe gelassen, wodurch alle am Ende des Tages müde aber zufrieden die Heimreise antraten.

Die Kids haben von der Lagerleitung ein Wochenspiel erhalten und mussten durch geschicktes Tauschen einen königlichen Umhang, Zepter und Krone herstellen. Zudem mussten die Jugendfeuerwehren eine Leiter bauen. Dazu wurde nur ein Seil zur Verfügung gestellt. Das Holz mussten sich die Kinder aus der Umgebung zusammensuchen. Am Donnerstagabend wurden dann beide Ergebnisse der einzelnen Jugendfeuerwehren feierlich vorgestellt. Jede Feuerwehr hat es geschafft, eine belastbare Leiter herzustellen.

Nach dem Abendessen wurde dann die Lagedisco eröffnet und die Kinder tanzten bis in die Nacht bei lauter Musik, Getränken und Hotdogs.

Am Freitag wurde das Lager wieder zurückgebaut, man hat sich bei den anderen Jugendfeuerwehren verabschiedet und man fuhr wieder zurück in die Heimat. Dort mussten die Zeltplanen gereinigt, zum Trocknen aufgehangen und die Autos saubergemacht werden. Hier gilt nochmal ein Dank an alle aktiven Kameraden die beim Aufräumen geholfen und die am Montag die Böden vorbeigebracht haben.

Am Ende war jeder froh wieder in ein trockenes Bett steigen zu können und sich von der Woche wieder zu erholen. Aber das Zeltlager wird gerade wegen dem starken Regen und den Strapazen vor Ort, bei allen in positiver Erinnerung bleiben. Man hat Freundschaften geschlossen und gemeinsam im Team was gegen die Wassermassen unternommen. Das nächste Zeltlager wird kommen, hoffentlich bei besserem Wetter.