Jahreshauptversammlung 2018

Ortsbrandmeister Simon blickte bei seinem Jahresbericht auf das vergangene Jahr 2017 zurück. Zu 92 Einsätzen musste die Ortsfeuerwehr Schüttorf im letzten Jahr ausrücken. Diese teilen sich in 31 Brandeinsätze, 39 technische Hilfeleistungen, 9 Gefahrguteinsätze und 13 Fehlalarme auf. Dies sind 1253 Einsatzstunden. Von Großbränden ist die Samtgemeinde Schüttorf im Jahr 2017 verschont geblieben, jedoch rückten wir dreimal in Nachbargemeinden aus, um bei Großbränden zu unterstützen. Bei einem Waldbrand im Grenzgebiet Nordhorn und der Niederlande bewährte sich wieder die Geländefähigkeit unserer Fahrzeuge. Mit dem TLF 8-W auf Unimog Fahrgestell und unserem LF 8/6 sind wir in der Grafschaft eine der wenigen Feuerwehren, die einen Löschzug für Wald- und Flächenbränden besitzen. Diese Fähigkeit dürfen wir durch zukünftige Ersatzbeschaffungen nicht verlieren, so Ortsbrandmeister Vernim.

Der größte Einsatz im Stadtgebiet war ein Gefahrguteinsatz bei einem Logistikunternehmen im Schüttorfer Industriegebiet. Dort sollten zwei Stoffe austreten. Durch ein umgestürztes schweres Metallteil wurden mehrere Fässer mit Gefahrgut beschädigt. Wir wurden unterstützt von der Ortsfeuerwehr Isterberg und durch die Umweltgruppe der Polizei. Simon Vernim betonte, dass der Einsatzleitwagen schon in der Anfangszeit des Einsatzes an seine Grenzen gestoßen war – hier darf mit einer Ersatzbeschaffung nicht mehr gewartet werden, um die Schlagkräftigkeit der Schüttorfer Wehr nicht zu gefährden.

Neben den Einsätzen beschäftigten wir uns im Jahr 2017 unter anderem mit einem Helmtest. Ein dreiviertel Jahr lang, wurden durch die Kameraden sieben Helme getestet und am Ende der Testphase ging ein klarer Favorit hervor, der kontinuierlich für die gesamte Feuerwehr in der Gemeinde angeschafft werden soll.

Im Dezember wurden an einigen Fahrzeugen eine Heckwarnbeklebung nachgerüstet. Hier wurde in die Sicherheit der Kameraden investiert, denn durch die reflektierende Folie erhalten die Fahrzeuge mehr Aufmerksamkeit von anderen Verkehrsteilnehmern, gerade auf der Autobahn hat sich diese Beklebung bereits bewährt.

Ein neues Mannschaftstransportfahrzeug, kurz MTF, auf Mercedes Sprinter Fahrgestell wurde 2017 bestellt, dieser wird im Juli ausgeliefert.

Parallel beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit der Ersatzbeschaffung des in die Jahre gekommenen Einsatzleitwagens. Die Planungen wurden abgeschlossen, ein Konzept erstellt und man warte aktuell nur noch auf die Freigabe des Haushaltes.

Die Ersatzbeschaffungen sind Teil des erstellten Brandschutzbedarfsplanes. Dieser wird in den nächsten Jahren nach und nach abgearbeitet. Dazu gehört auch die Situation des Feuerwehrhauses. Hier wurde in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigenbüro eine Machbarkeitsstudie des aktuellen Standortes erstellt. Hier werden demnächst die ersten Ergebnisse vorgestellt.

Im Jahr 2017 wurden 47 Lehrgänge auf Orts-, Kreis,- und Landesebene besucht, an denen sich die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr zum Wohle Bevölkerung weitergebildet haben.

Simon Vernim dankte allen Kameraden und Kameradinnen für die geleistete Arbeit und das Engagement und schloss die Sitzung mit dem Motto des Landesfeuerwehrverbandes: Feuerwehr – Tradition und Gegenwart.

Am Ende der Jahreshauptversammlung wurde Jörg Böttick mit einem Präsent überrascht, für seine langjährige Arbeit in der Feuerwehr. Er war unter anderem Schriftführer des Kreisfeuerwehrverbandes, wurde Zugführer des ABC Zuges der Grafschaft Bentheim, war zweiter, später erster Zugführer in der Ortsfeuerwehr Schüttorf und Ortbrandmeister sowie später Gemeindebrandmeister in Schüttorf. Viele Jahre hat er sein gesamtes Herzblut in die Arbeit der Feuerwehr gesteckt und wurde am Ende dieser Jahreshauptversammlung mit einer Urlaubsreise überrascht.

In seinem Grußwort dankte Kreisbrandmeister Uwe Vernim den Kameraden der Ortsfeuerwehr für die geleistete Arbeit im vergangenem Jahr. Er verkündete den aktuellen Stand der Baumaßnahmen an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Nordhorn. Die Einrichtung einer technischen Einsatzleitung wird weiter ausgebaut, hier dankte er allen die sich bereit erklärt haben dort mitzuwirken.

Gemeindebrandmeister Jens Grävemäter lobte die hervorragende Arbeit in 2017 und dass es zu keinem einzigen Unfall gekommen sei. Das bestätigt mit welcher Sorgfalt und Weitsicht die Einsätze abgearbeitet wurden. Er kritisierte den immer größer werdenden Verwaltungsaufwand nach den Einsätzen. Er freue sich, dass in Zukunft alle drei Ortsfeuerwehren die gleiche Einsatzkleidung besitzen wird.

Samtgemeindebürgermeister Manfred Windhaus betonte, dass Ehrenamt sei die tragende Rolle unserer Gesellschaft. Er weiß, dass noch viel Arbeit in Zukunft auch seitens der Verwaltung investiert werden muss, um den Brandschutzbedarfsplan umzusetzen. Der Haushalt für den Einsatzleitwagen würde dieses Jahr durch den Rat gehen, sodass dieser dieses Jahr noch bestellt werden könne. In den kommenden Tagen freue er sich auf die bevorstehende Sitzung bezüglich der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Sanierung/Neubau des Feuerwehrhauses.

Neu gewählt wurden Stefan Funke zum Gerätewart Fahrzeuge, Christopher Funke zum Gerätewart Einsatzgerät, Michael Böttick und Oliver Busmann wurden durch eine Wiederwahl in ihrem Amt als Gerätewart Bekleidung und Elektro bestätigt.

Als neuer Beisitzer im Ortskommando wurde Michael Ellguth ernannt und zur neuen Schriftführerin Gina Exner.

Neuer Beisitzer im Samtgemeindekommando wurde Oliver Busmann

Die Delegierten der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes wurden Dieter Ohmann, Franz Ellguth, Marian Gehrke und Marcel Möller.

Befördert zum Feuerwehrmann wurden Simon Hemmer, Philipp Laurich, Tobias Neigenfind und Konstantin Stolz. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Marcel Möller und Dominik Schevel befördert. Für seine besonderen Tätigkeiten in der Feuerwehr wurde Christian Sluiter zum ersten Hauptfeuerwehrmann befördert.