F2 nachbarschaftliche Löschhilfe bei Waldbrand

Datum: 21. April 2019 
Alarmzeit: 17:10 Uhr 
Dauer: 10 Stunden 20 Minuten 
Art: Brand  
Einsatzort: Gildehauser Venn 
Mannschaftsstärke: 16 
Fahrzeuge: TLF 24/50, LF 8/6, TLF 8-W 


Einsatzbericht:


Am Ostersonntag sind wir zur Unterstützung für die Feuerwehr Bad Bentheim und Gildehaus mit unseren beiden Tanklöschfahrzeugen zum Brand im Gildehauser Venn alarmiert worden. In kurzer Reihenfolge fuhren der Kommandowagen und die beiden Tanklöschfahrzeuge in Richtung Gildehaus. Vor Ort angekommen wurde das Tanklöschfahrzeug 24/50 als Wasserpuffer für die eingesetzten Fahrzeuge genutzt. Das TLF 8 Wald auf Mercedes Unimog Fahrgestell, welches höchstgeländegängig ist, wurde zur direkten Brandbekämpfung in den Moorflächen eingesetzt. Da schnell klar wurde, dass weitere Kräfte benötigt werden, um eine gesicherte Wasserversorgung aufzubauen, entschied sich die Einsatzleitung auch das Schüttorfer LF8/6 zu alarmieren, welches ebenfalls hochgeländegängig ist. Da sich noch ausreichend Kräfte im Feuerwehrhaus in Bereitstellung, sowie zur Vorbereitung für das Osterfeuer befanden, wurde das Fahrzeug per Funk an die Einsatz Stelle beordert.

Parallel wurde eine Einsatzbereitschaft zur Sicherung des Grundschutzes innerhalb der Stadt Schüttorf aufgestellt. Hierzu wurden Kameraden, die nicht beim Osterfeuer eingeplant waren, zum Feuerwehrhaus beordert. Später wurde diese Bereitschaft mit dem LF 20/16 auf den Kuhmplatz am Osterfeuer verlagert.

Das LF8/6 von Schüttorf wurde an der Einsatzstelle direkt zum Aufbau einer Wasserversorgung über mehrere hundert Meter eingeteilt. Durch die hervorragenden Geländeeigenschaften dieses Fahrzeuges konnte die Wasserentnahmestelle direkt mit dem Fahrzeug gut erreicht werden. Ein umständlicher händischer Transport der mobilen Pumpe wurde somit nicht nötig. Nachdem die Wasserversorgung aufgebaut wurde, ging die Besatzung mit Schläuchen und Feuerpatschen in die brennende Fläche vor.

Bei der weiteren Erkundung vom Einsatzleiter in Zusammenarbeit mit dem Kommandowagen aus Schüttorf wurde klar, dass sich noch mehr Stellen auftaten, die es zu löschen galt. Da diese Flächen jedoch mehrere 100 Meter Fußmarsch für die Einsatzkräfte bedeuteten und extreme Manpower gefragt sein würde, entschied man sich den ersten Angriff mit dem TLF 8-W aus Schüttorf durchzuführen. Nachdem das Fahrzeug die Fläche befuhr, frischte der Wind auf und wir mussten den Rückzug antreten, da die Flammen die Baumwipfel durchbrachen. Nach kurzer Zeit zog der Wind ab und wir starteten, mit den in der Zwischenzeit eingetroffen Kräften aus Gronau, eine erneute Brandbekämpfung und teilten uns auf. Die Gronauer Kameraden übernahmen eine Seite und wir die andere, um dort ein übergreifend auf den Hochwald zu verhindern. Die erst im letzten Jahr angeschaffte Waldbrand Ausrüstung mit D-Schläuchen erwies sich als große Hilfe. Um noch mehr Wasser in diesen Bereich zu fördern, wurden wir von der Feuerwehr Hoogstede mit einem TLF 4000 und dem Wechselladerfahrzeug des Landkreises Grafschaft Bentheim, welches bei der Feuerwehr Neuenhaus stationiert ist, unterstützt. Zusätzliche Kräfte kamen noch von der Feuerwehr Isterberg. Das Feuer konnte an beiden Stellen gehalten werden und mit dem Werfer des TLF4000 im „Pump-and-Roll-Betrieb“(Wasserabgabe während der Fahrt) wurde der Wald mit Wasser benetzt um ein erneutes Aufglimmen zu verhindern.

Im weiteren Einsatz wurde das Tanklöschfahrzeug im Bereich Gut Vennloh eingesetzt. Hier hatte der Hubschrauber der Bundespolizei mehrere Brandstellen entdeckt. Hier waren mehrere Feuerwehren im Einsatz.

Aber auch eine Riegelstellung wurde im südlichen Teil aufgebaut. Hier arbeiteten die Feuerwehren aus Gronau, Bad Bentheim, Gildehaus und Schüttorf eng zusammen. Das THW Gronau leuchtete diese Strecke für uns aus. Für den Fall, dass das Feuer doch durchbrechen sollte, standen Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Lohne, Ohne, Isterberg, Bad Bentheim und Gildehaus in diesem Einsatz in Bereitstellung um dann über die nächste Straße einen großen Löschangriff aufzubauen. Nach relativ kurzer Zeit konnte das Feuer in dem Bereich jedoch unter Kontrolle gebracht werden und die Kräfte zogen in dem Bereich ab und wurden von den Kräften des DRK Bad Bentheim mit Essen und Getränken versorgt.

Das letzte Schüttorfer Fahrzeug verließ gegen 3 Uhr die Einsatzstelle.