F5 Brand einer Kfz-Werkstatt

Datum: 22. März 2022 um 14:21
Dauer: 2 Stunden 54 Minuten
Einsatzart: Brand 
Einsatzort: Möllers Kamp
Einsatzleiter: Ortsbrandmeister
Mannschaftsstärke: 79
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Ortsfeuerwehr Bad Bentheim, Ortsfeuerwehr Isterberg, Ortsfeuerwehr Ohne, Polizei, Rettungswagen, Untere Wasserbehörde


Einsatzbericht:

Am Nachmittag wurden wir mit dem Stichwort „F3 PKW Brand“ in den Möllers Kamp alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte kamen auf dem Weg zum Feuerwehrhaus an der Einsatzstelle vorbei und berichteten von einer massiven Rauchentwicklung. Daraufhin wurde umgehend das Alarmstichwort auf F4 erhöht und Vollalarm für die Ortsfeuerwehr Schüttorf ausgelöst. Der Ersteintreffende BvD (Brandmeister vom Dienst) bestätigte die Lage. Der Werkstattbereich einer Halle stand bereits in Vollbrand, Flammen schlugen aus Toren und Fenstern sowie mehrere abgestellte Fahrzeuge fingen Feuer und der Brand drohte sich weiter auf das gesamte Gebäude inklusive einer Wohnung und weiterer Gewerberäumlichkeiten auszuweiten. Es folgte eine weitere Alarmerhöhung auf F5 (Feuer groß) und somit ein Vollalarm für die Samtgemeindefeuerwehr.

Das erste Löschgruppenfahrzeug startete sofort mit dem ersten Löscheinsatz im Außenangriff mit zwei Trupps unter Atemschutz und zwei Strahlrohren. Parallel wurde eine Wasserversorgung aufgebaut. Das Tanklöschfahrzeug diente hier als Puffer und speiste das LF 20. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz unterstützte bei der direkten Brandbekämpfung an der Werkstattseite.

Zügig wurden zwei Abschnitte gebildet, um den Einsatz besser zu koordinieren. Der erste Abschnitt war für die direkte Brandbekämpfung an der Werkstattseite zuständig, der zweite Abschnitt für die Riegelstellung im hinteren Bereich der Halle, wo sich die Wohnung und der Verwaltungsbereich befand. Hier wurde die Wohnung permanent durch Überdruckbelüftung vor weiterer Rauchbelastung geschützt.

Gleichzeitig wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. Hier wurde mit dem Motortrennschleifer die Seitenwand geöffnet.

Die Feuerwehr Bad Bentheim wurde vorsorglich alarmiert, um genügend Atemschutzgeräteträger und ein weiteres Hubrettungsfahrzeug vorzuhalten, sie waren mit einem Löschfahrzeug und einer Hubarbeitsbühne im Bereitstellungsraum.

Nach 20 Minuten war der größte Teil des Feuers von außen gelöscht und man begann mit gezielten Löscheinsätzen im Inneren der Werkstatt. Ein brennendes Ölfass wurde geborgen und eine Acetylenflasche.

Zeitweise waren fünf C-Rohre gleichzeitig im Löschangriff. Insgesamt wurden acht Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Hier wurden wir durch die Feuerwehr Isterberg und Ohne unterstützt. Über drei Hydranten wurde die Wasserversorgung sichergestellt.

Ein Übergreifen des Feuers auf andere Teile des Gebäudes konnte verhindert werden.

Ein Rettungswagen transportierte eine Person mit Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Ein weiterer Rettungswagen war zum Eigenschutz an der Einsatzstelle. Die Feuerwehr Neuenhaus mit ihrem Wechselladerfahrzeug mit Wasser- und Schaumtank wurde Alarmstichwortbedingt mitalarmiert und lieferten 7000Liter Wasser sowie 1000 Liter Schaum. Dies kam aber nicht mehr zum Einsatz.

Die Gesamtkoordination des Einsatzes wurde durch den Einsatzleitwagen übernommen, dieser War mit zwei Personen besetzt.

Die Untere Wasserbehörde wurde aufgrund der großen Menge Löschwasser und Schaum sowie wegen auslaufenden Betriebsstoffen hinzugezogen. In Absprache mit der Einsatzleitung und dem Bauamt wurden Ölsperren im Regenwassergraben gesetzt. Nachdem wir die Einsatzstelle verlassen haben, wurde eine Fachfirma für die Reinigung und Spülung des Regenwasserkanals beauftragt, um alle kontaminierten Rückstände des Einsatzes aus dem Regenwassernetz zu entfernen und weitere Umweltschäden zu vermeiden

Während der Löscharbeiten war der Nordring voll gesperrt.