H2X – Kohlenmonoxidaustritt aus Gastherme eines Wohnhauses

Datum: 1. Oktober 2018 
Alarmzeit: 20:30 Uhr 
Dauer: 1 Stunde 
Art: Gefahrgut  
Einsatzort: Am Schottbrink 
Mannschaftsstärke: 19 
Fahrzeuge: ELW, LF 20/16, TLF 24/50, RW, GW-G 


Einsatzbericht:

Mit dem Alarmstichwort Gasgeruch / Gasausbruch wurden wir am Montag um 20:30Uhr in den Schottbrink gerufen. Der Rettungsdienst wurde zuvor wegen einem internistischen Notfalls in die betroffene Wohnung alarmiert. Nachdem diese die Wohnung betraten, löste der CO-Warner der Rettungskräfte aufgrund einer hohen Konzentration von Kohlenmonoxid in der Luft aus. Sofort evakuierten sie das Wohnhaus und alarmierten die Feuerwehr.

Ein Trupp  unter Atemschutz ging in das Gebäude vor um den CO-Wert zu messen. Dieser befand sich weit über “normal”. Zunächst schieberten wir die Hauptgaszufuhr ab und begannen mit der Suche nach der Kohlenmonoxidquelle. Diese wurde rasch gefunden. Eine defekte Heizung im Badezimmer der Erdgeschosswohnung war Grund für die äußerst gefährliche CO-Entwicklung. Wir informierten den zuständigen Schornsteinfeger, die Stadtwerke Schüttorf und die Polizei. Wir lüfteten das gesamte Gebäude und konnten nach ca einer Stunde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben und abrücken.Eine Person wurde in ein Krankenhaus gebracht.  Der auslöser für den internistischen Notfalls war höchstwahrscheinlich die CO-Konzentation in der Wohnung.

Kohlenmonoxid ist ein tödliches Atemgift welches geruchsneutral ist. Es verdrängt den Sauerstoff in der Luft. Personen bemerken meist kaum eine drohende Kohlenmonoxidvergiftung. Die Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel sowie grippeähnliche Beschwerden. Höhere Dosen wirken maßgebend toxisch auf das zentrale Nervensystem und Herz.
Bereits bei einer längeren Belastung über 150 bis 300 ppm (parts per million) entstehen Schwindelgefühle, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Belastungen über 300ppm können sehr schnell zur Bewusstlosigkeit und in weiterer Folge zum Tod führen.

Potentielle Gefahrenquellen sind dabei insbesondere unzureichend gewartete oder defekte Gasthermen, Heizungsanlagen oder ein Abgasrückstau durch blockierte Abluft- und Zuluft-Wege, also eine mangelnde Versorgung mit Verbrennungsluft.