Unwetterlage durch Sturmtief Ylenia und Zeynep

Datum: 17. Februar 2022 um 03:40
Dauer: 56 Stunden
Einsatzart: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: Gesamtes Stadtgebiet
Einsatzleiter: Ortsbrandmeister
Mannschaftsstärke: 45
Einheiten und Fahrzeuge:


Einsatzbericht:

Arbeitsreiche Tage liegen nun hinter uns. Neben den beiden Sturmtiefs, die uns mehrere Tage beschäftigten, machte auch das „Alltagsgeschäft“ keinen Halt. Massiver Verbrauch von Kaffee, Fleisch, Wurst und alkoholfreien Kaltgetränken waren die Folge:

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden uns die ersten Sturmschäden gemeldet. Umgestürzte Bäume, Äste die zu fallen drohten, das Sichern von Zäunen, Schildern und Dächern galt es abzuarbeiten. Hier waren wir zunächst von 03:30 bis 07:30 Uhr im Einsatz. Die meisten Einsatzkräfte fuhren trotz der arbeitsreichen Nacht dann ihre Arbeitsplätze an. Eine gute Stunde später wurden wir in das Vechte Zentrum gerufen. Dort ist die Abdeckung eines Schornsteines abgeweht worden und landete auf ein nahegelegenes Dach. Glücklicherweise ist hier nicht mehr Schaden entstanden.  Mithilfe der Drehleiter und Arbeitsleinen haben wie das Bauteil entfernt.

Am Donnerstagabend wurden wir auf die Autobahn 31 gerufen. Dort war ein LKW verunglückt. Unsere Arbeit beschränkte sich lediglich auf das Abstreuen von ausgelaufenen Betriebsstoffen sowie das Absichern der Einsatzstelle.

Am Freitag traf uns dann der Höhepunkt der Sturmlage. Gegen 15:45 erreichte uns der erste Einsatz. Da wir davon ausgegangen sind, dass nun viele weitere folgen würden, teilten wir feste Besetzungen auf all unseren Fahrzeugen ein. Der Rüstwagen und das Mannschaftstransportfahrzeug, die Drehleiter und das Mehrzweckfahrzeug, Das Tanklöschfahrzeug 24/50 und der Gerätewagen Gefahrgut, das Tanklöschfahrzeug Wald und der Dekon-P bildeten hier feste Einheiten und fuhren immer gemeinsam die jeweiligen Einsatzstellen an. Die Löschgruppenfahrzeuge LF 8 und LF 20 waren jeweils eigene Einheiten.

Geführt und disponiert wurden die Einheiten aus dem Einsatzleitwagen heraus. Auch die Zentrale wurde durch eine Person besetzt. Hier konnten die Einsätze mit einer Schnittstelle zur Leitstelle (Webclient) angelegt und anschließend im Einsatzleitwagen disponiert werden.

Der Kommandowagen sichtete im Vorfeld die Lage an den Einsatzstellen.

Gegen 19 Uhr erfolgte ein Vollalarm aufgrund steigender Einsatzzahlen.

Somit verbrachten viele Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Schüttorf ihren Freitag bis in die späten Abendstunden in Einsatzkleidung.

Für ausreichend Verpflegung wurde gesorgt. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei der Firma Rohrbach aus Emsbüren bedanken, für die sehr kurzfristige Lieferung des Fleisches.

Während kurzzeitig alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte es zum Essen im Feuerwehrhaus geschafft haben, wurden wir zu einer Auslösung der Brandmeldeanlage in einem Betrieb im Industriegebiet kurzzeitig unterbrochen. Hier handelte es sich vor Ort allerdings um einen Fehlalarm.

Gegen 22:30 wurde die Bereitschaft im Feuerwehrhaus beendet. In der Nacht folgten allerdings noch drei weitere Sturmbedingte Einsätze.

Auch der Samstag war nicht frei von Arbeit. So mussten von 8 Uhr bis ca. 10 Uhr vier weitere Einsatzstellen abgearbeitet werden. Gegen 11:40 wurden wir dann zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. Der ausgerückte Löschzug konnte vor Ort keine Feststellung machen. Die Drehleiter half unterdessen beim Reparieren des Daches einer Grundschule. Gegen 21 Uhr erreichte uns der letzte unwetterbedingte Einsatz an diesem Tag.

Es hat sich wieder gezeigt, dass durch die hervorragende Baumpflege des Bauhofes und die Planung durch die Stadt, die Schäden und Einsatzzahlen durch umgefallene Bäume oder Äste relativ gering geblieben ist. Für diese Arbeit möchten wir uns herzlich bedanken.

 

Die Bilanz des Unwetters: 36 Einsätze und 839 gefahrene Kilometer, 40 Liter Kaffee, 20kg Fleisch und Wurst und 13 Kisten Kaltgetränke wurden verbraucht.