Brandbekämpfung allgemein ist eines der zentralen Aufgaben einer Feuerwehr als Behörde für öffentliche Sicherheit und Gefahrenabwehr.

Doch die Kategorie Brandeinsätze ist sehr breit gefächert. Sie staffelt sich in kleine Mülltonnebrände, Fahrzeugbrände über Wohnungsbrände mit Menschenleben in Gefahr bis hin zu Großschadenslagen in Form von Industriebränden, Waldbränden oder Bränden in kritischen Einrichtungen.

Einsatzstichworte sind zum Beispiel F2 PKW Brand (Feuer klein, Brand eines PKWs oder ähnliches), F3 (Mittlebrand), F3Y Wohnung (Wohnungsbrand mit Personen in Gefahr), F4 (Großbrand) etc.

Mit dem Stichwort „F3Y-Zimmer“ werden wir bei einem Zimmer- oder Küchenbrand alarmiert, wenn sich Personen in Gefahr befinden, alarmiert. Zum Beispiel wenn sie sich noch im Gebäude befinden und sich nicht mehr selbst retten können. Umgehend rücken wir mit dem kompletten Löschzug zum Einsatzort aus, dieser besteht aus folgenden Fahrzeugen.

Kommandowagen (Kdow)

Der Kommandowagen wird von dem Ortsbrandmeister, dem Stellvertreter oder einem Zugführer besetzt und rückt zu allen Einsätzen als erstes Fahrzeug aus. So kann zeitnah eine erste Erkundung an der Einsatzstelle vorgenommen werden, um die anrückenden Einsatzkräfte einzuweisen und zu koordinieren.

Löschgruppenfahrzeug 20 (LF 20)

Das LF20/16 rückt bei Brandeinsätzen als erstes Löschfahrzeug aus. Hier rücken neun Einsatzkräfte aus. Mit vier im Mannschaftsraum verbauten Atemschutzgeräten können sich zwei Trupps bereits während der Fahrt mit ihren Geräten ausrüsten. Das erbringt einen enormen Zeitvorteil. Die Atemschutztrupps können kurz nach dem Erreichen der Einsatzstelle sofort mit dem Innenangriff starten. Das Fahrzeug besitzt zudem einen 2.000 Liter Wassertank. Dadurch ist es der perfekte „Erstangreifer“ bei Brandeinsätzen. Das LF 20 ist mit einer umfangreichen Beladung für den Brandeinsatz (Diverses Schlauchmaterial, Brechwerkzeuge, Rauchvorhang, Hochdrucklüfter, u.v.m.) ausgestattet. Mit seiner LED Umfeldbeleuchtung und dem pneumatisch ausfahrbaren Xenon Lichtmast kann man bei Dunkelheit die Einsatzstelle innerhalb Sekunden ausleuchten.

Drehleiter mit Korb (DLK 23/12)

Die Drehleiter dient mit ihrem 32 Meter langen Leiterpark, mit einer Nennrettungshöhe von 23 Metern bei 12 Meter Ausladung, hauptsächlich zur Menschenrettung. Bei Einsätzen in der Nacht wird sie auch zur Ausleuchtung von Einsatzstellen genutzt. Die Drehleiter wird mit drei Personen besetzt. Diese sind extra ausgebildete Drehleitermaschinisten, sie werden extra geschult, um das teuerste Rettungsmittel der Feuerwehr in jeder Lage optimal zu beherrschen.

Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50)

Mit dem 5.000 Liter Wassertank dient das Tanklöschfahrzeug primär zum Transport von großen Wassermengen

zum Einsatzort. Diese werden benötigt, wenn in der näheren Umgebung keine weitere Wasserentnahmestelle zur Verfügung steht. Neben dem Wassertank führt es noch 500 Liter Schaummittel und 200 Kilogramm ABC-Löschpulver mit. Außerdem besitzt das Fahrzeug einen ausklappbaren Wasserwerfer (Monitor). Hiermit kann man Wasser mit einer maximalen Fördermenge von 2400 Liter Pro Minute großzügig abgeben und größere Brände aus der Entfernung bekämpfen

Löschgruppenfahrzeug 8 (LF 8/6)

Das LF8/6 bringt weitere neun Einsatzkräfte und davon vier Atemschutzgeräteträger zur Einsatzstelle. Es wird meist zur Herstellung einer Wasserversorgung eingesetzt. Mit seiner großen Pumpe wird zusätzlich der Monitor der Drehleiter gespeist.

Einsatzleitwagen (ELW)

Der Einsatzleitwagen rückt mit mindestens zwei Personen zu Einsätzen aus. An der Einsatzstelle wird der Einsatzleitwagen in Betrieb genommen und dient als zentrale Anlaufstelle für den Einsatzleiter sowie als Verwaltungsorgan der Einsatzstelle. Hier laufen alle Fäden zusammen. Einsätze werden mit einem Einsatzführungsprogramm dokumentiert und verwaltet.  Der Funkverkehr der Einsatzstelle wird entgegengenommen, gebündelt und an entsprechende Empfänger weitergeleitet, z.B. Rückmeldungen der Einsatzlage, Anforderungen von weiteren Kräften, Kommunikation zwischen Einsatzstelle und Feuerwehrhaus. Außerdem ist er Ansprechpartner für alle anrückenden Einsatzkräften.